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Mombasa Club London Dry Gin – genießen im Kolonialstil

Welch ein auffälliger Name sowie welch auffälligere Flasche. Demgegenüber was in Wirklichkeit noch jede Menge wichtiger ist: Welch auffallend aromatischer Gin!

Zu Zeiten des British Empire war Kenias Hauptstadt Mombasa ein wichtiger Stützpunkt dieser Kolonialherrn und hier trafen für sich stilgerecht die britischen Offiziere sowie andere Persönlichkeiten des kolonialen Lebens im exklusiven Rahmen eines Privaten Clubs. Gin Tonics war einer jener Grundpfeiler jener Versorgung hier. „Aus gesundheitlichen Gründen“ heißt es allzeit so schön, was bedeuten soll: Das im Tonic Water enthaltene Chinin sollte prophylaktisch dieser Malaria wehren, dieser alltäglichen Geisel solcher Zeit. Dieses damalige Tonic Water war übrigens überaus bitter sowie hatte längst nicht den Limonadencharakter von heute. Etwa den Genuss erträglich zu machen, wurde die Beimischung von Gin beliebt. Hinwieder unter uns: Es dauerte sicher nicht lange, bis dieser gesundheitliche Aspekt des Gin Tonics zweitrangig wurde und der Genuss im Vordergrund stand . Speziell für den Mombasa Club in Kenia wurde Ende des 19. Jahrhunderts in jener englischen Heimat ein Gin produziert sowie nach Afrika verschifft.
Dieses traditionelle Rezept durfte etwa 2010 herum unter dieser Regie von Thames Distillers wieder aufleben und als Mombasa Club Gin global Karriere machen. Nicht mehr hinter verschlossenen Club-Türen, aber in einem Design, das den Bezug zu „guten alten Kolonialzeit“ ganz bewusst sucht. Als Gin der alten Schule ist der Mombasa Club ein klassischer Überbringer deutlicher Wacholderbotschaft, hingegen auch einer mit einer warmen, würzigen Noten von Koriander, Süßholz, Kümmel, Nelke und Anis. Ein vierfach gebranntes Getreidedestillat ist die Basis des Gins, dieser dann mit den mazerierten Botanicals ein weiteres Mal destilliert wird. Das Ergebnis ist ein runder, weicher, aromatischer Gin mit langem Finish – ein Hoch auf diesen schmackhaften Aspekt dieser Kolonialzeit!